Viele Kleinigkeiten machen die Vollkommenheit. So auch bei einer Prothese. Soll das Gehen wirklich Freude machen, braucht es mehr als nur ein hochwertiges Kniegelenk. Das perfekte Zusammenspiel zwischen einem optimal passenden Schaft, dem richtigen Setting des Gelenks und der idealen Statik einer Prothese machen den entscheidenden Unterschied. Dieses Ziel ist unser Antrieb. Damit Sie nicht nur mit beiden Beinen im Leben stehen, sondern auch beim Sport und in der Freizeit  all Ihre Interessen verfolgen können, fertigen wir Prothesen für unterschiedlichste Anforderungsprofile, die durch optimale Funktionalität, Optik und modernste Technologie überzeugen.

Unsere Kompetenzen

Schafttechnologie

Individuell nach Stumpf und Mobilitätsgrad des Patienten wird die Schaftart und Materialien ausgewählt, um idealen Halt und einen guten Sitz der Prothese sicher zu stellen. Bekannt wurde Gottinger mit der aus Mexiko stammenden M.A.S.-Technologie, die Ferdinand Gottinger 2005 in Deutschland einführte. Seit dem haben wir dieses Schaft-System weiterentwickelt, um den Tragekomfort über den ganzen Tag hinweg weiter zu erhöhen.

Die präzise Ramusumgreifung des M.A.S. Schaftes ermöglicht ein kraftsparendes, exaktes Führen der Prothese und eine Verbesserung des Gangbildes. Der Prothesenträger profitiert von mehr Sitzkomfort sowie einer deutlich höheren Bewegungsfreiheit. Mit der Einbeziehung von präzisierten Messmethoden und Scannerdaten sind wir imstande, gezielt zu konstruieren und millimetergenaue Modelle zu erstellen. Schaftveränderungen, die sich aus der Anprobe ergeben, können nachvollzogen, dokumentiert und ausgewertet werden. Dies führt zur ständigen Verbesserung der Versorgung. Wir sind auch in der Lage gut passende Schäfte einzuscannen und so millimetergenaue Duplikate zu erstellen.

G3D Ramusanlage

Zusammen mit dem Frauenhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung entwickelten wir die dreidimensional bewegliche G3D Ramusumgreifung für tuberumgreifende Oberschenkelschäfte. Die Anlage ist so konzipiert, dass sie sich beim Gehen, Stehen und Sitzen immer dem Ramus anpasst und so einen zu hohen Druck (über 120 kp) vermeidet. Die C-Feder garantiert die richtigen Widerstände in den frei gegebenen Richtungen.

Rotationsbewegungen des Beckens oder Oberschenkels verursachen keine erhöhten Belastungen des Ramus. In Richtung medial und lateral ist die Anlage so stabil, dass die Hebelkräfte ihre volle Wirkung haben. Durch die Druckentlastung im medialen Bereich wird die Haut weniger beansprucht und die Gehleistung höher.

Hochmoderne Fuß- und Kniegelenke aller gängigen Hersteller

Die Bandbreite an hochwertigen Prothesen-Passteilen ist riesig. Welches Passteil für Sie optimal ist, hängt von Ihrem Mobilitätsgrad ab. Bei den Prothesenfüßen reicht die Bandbreite vom einfachen SACH-Fuß für viel Standsicherheit und weiche Bewegungen, bis zum High-End-Carbonfederfuß, durch den das Laufen besonders kraftsparend wird. Auch bei den Kniegelenken steht eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung.

Angefangen bei einem sperrbaren Kniegelenk bis hin zur mikroprozessorgesteuerten Version. Wir setzen auf leichte Kniegelenke mit einer mechanischen Bremse oder computergesteuerte Hightech-Gelenke, wie zum Beispiel dem Genium Kniegelenk oder dem ‚Rheo-Knee‘.

Phasen einer Rehabilitation

Phase I: Wundheilung

Wunden müssen sich schließen, Schmerzen abklingen und die Schwellung zurückgehen. Dies wird durch eine gezielte Kompressionstherapie unterstützt, zu der wir Ihnen bereits ans Krankenbett Kompressionsstrümpfe und Silikon-Liner liefern. Hier findet ein erstes Kennenlernen mit einem unserer Orthopädietechnikermeister statt.

Phase II: Interimsprothese

Sobald der Stumpf belastbar ist, beginnen wir mit der Anfertigung einer Interimsprothese. Schon wenige Tage nach der Abdrucknahme können Sie Ihre vorläufige Prothese anprobieren. Während Sie erste Erfahrungen mit Ihrer Prothese machen, gewöhnt sich Ihr Bein bzw. Arm an die Belastung und die Schwellung geht zurück.
Die Prothese ist daher darauf ausgelegt, relativ einfach an das sich ändernde Volumen angepasst zu werden. Auch einzelne Passteile wie Schaft, Gelenke und Fuß bzw. Hand lassen sich unkompliziert austauschen. So finden Sie heraus, womit Sie sich am wohlsten fühlen.

Phase III: Definitivprothese

Nach rund sechs Monaten fertigen wir Ihre endgültige Prothese an, bei der das Augenmerk auf einem geringen Gewicht, Funktionalität und auch auf die Kosmetik gelegt wird. Der Schaft aus Kohlefaser ist sehr filigran und leicht, aber dennoch viermal stabiler als Stahl. Einzelne Passteile stimmen wir individuell auf Ihre Bedürfnisse und Wünsche ab. Mithilfe digitaler Bilder und einer Formerfassung Ihres anderen Beines bzw. Armes fertigen wir eine kosmetische Verkleidung der Prothese, um ein möglichst natürliches Erscheinungsbild zu gewährleisten.

Betreuung

Nach der Amputation

Wir kommen direkt zu Ihnen ins Krankenhaus und entwickeln gemeinsam mit Ärzten und Therapeuten ein ideales Versorgungskonzept. Zunächst wird eine Interimsprothese angefertigt, mit der Sie Probe laufen. Nach etwa sechs Monaten wird es dann Zeit für Ihre dauerhafte Prothese.

Auf Ihrem Lebensweg

Im Laufe des Lebens muss die Prothese in unterschiedlichen Situationen Sicherheit und Freiraum geben. Im Alltag beim Gehen, Stehen und Sitzen sowie bei Ihren Freizeitaktivitäten sorgen wir gemeinsam für ein Maximum an Bewegungsfreiraum und Tragekomfort.

Abwicklung mit Kostenträgern

Unsere Verwaltungsteams in den Filialen kümmert sich um die ordnungsgemäße Abwicklung mit den Kostenträgern. Die langjährige Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Rehazentren stellt eine durchgängige und umfassende Betreuung sicher.

Gottinger vor Ort

Die Prothetik ist in den Filialen in Zorneding, München und Berlin mit erstklassigen Meistern vertreten. Für Ihre Fragen und Probleme finden Sie hier ein offenes Ohr. Sie erreichen uns telefonisch und per E-Mail, oder vereinbaren Sie einen Termin. Alle Kontaktinformationen finden Sie hier.

Filialen: